Invercargill ist die südlichste Stadt der Südinsel und hat auf den ersten Blick vor allem breite Straßen. Vermutlich ist keine deutsche Bundesstraße so breit wie die Straßen hier in den Ortschaften. Das macht es aber auch irgendwie trostlos. Bis ich das finde, was wohl das Zentrum ist. Wieder begegnen mir die maximal zweistöckigen, flachen Gebäude mit ihren Werbetafeln, die das historische dahinter verdecken. Ich vergesse immer, dass die europäisch geprägte Geschichte erst wenige hundert Jahre alt ist.
Mein Reiseführer empfiehlt mir einen Abstecher nach Riverton, in dem Neuseelands schönstes Museum sein soll. Das mache ich dann auch. Das Museum ist sehr liebevoll eingerichtet und bringt mir die Siedlungsgeschichte Neuseelands näher. Riverton war einst der Ausgangspunkt der Besiedlung durch die Europäer und später auch der Chinesen.
Ein Stück weiter westlich stelle ich mich direkt ans Ufer des Pazifik und lasse mich ordentlich durchpusten. Unerschrockene Kiwis stört das gar nicht. Neoprenanzug an, Surfboard raus und los geht es ins Wasser.
Die Berge liegen unter dichten, grauen Wolken. Doch da will ich hin. Mich lockt der Doubtful Sound.