Dies ist Teil 12 der Serie „Mit dem Wohnmobil ans Nordkapp“ – die ganze Serie findest du hier.

Mein nächster Tag beginnt in der Scheune des Saga Camping. Hier sind die sanitären Anlagen untergebracht – funktional, sehr sauber und mit schön heißem Wasser. Allerdings ist es eben auch eine Scheune. Und es liegt in deren Natur, nicht ganz winddicht zu sein. Ich bin froh, dass es draußen nur leicht windet und kein Sturm ist. Wer mit dem Camper unterwegs ist, kennt solche Situationen.

Scheune mit Sanitäranlagen auf dem Saga Camping in Norwegen

Danach geht es weiter Richtung Røros. Ich habe über den jahrhundertelangen Kupferbergbau rund um die Stadt gelesen und möchte mir das alte Bergbaugebiet ansehen, das seit 1980 auch UNESCO Welterbe ist.

Storwartz – mehr als 300 Jahre Kupferbergbau

Je näher ich Storwartz komme, desto karger wird die Landschaft. Irgendwann wachsen auch kaum noch Bäume. Dafür tauchen andere Dinge auf: Abraumhalden, alte Holzhäuser, Schächte und Reste technischer Anlagen. Sie stehen nicht dicht beieinander, sondern verteilen sich über die ganze Hochebene.

Straße durch die karge Landschaft auf dem Weg zum Bergbaugebiet Storwartz

Als ich von den alten Kupfergruben gelesen habe, hatte ich mir alles viel kleiner vorgestellt. Eher eine einzelne Mine mit ein paar Häusern drumherum. Tatsächlich nimmt das rund 4,5 Quadratkilometer große Bergbaurevier mit seinen neun bedeutenden Gruben fast die gesamte Hochebene ein. Sogar auf Google Maps sind die Dimensionen gut zu erkennen.

Historisches Bergbaugebiet Storwartz auf der Hochebene bei Røros
Das Storwartz-Gebiet liegt auf ca. 850 Metern

Irgendwann biegt ein Weg links ab und führt zu einem Ensemble von Gebäuden. Hier ist nichts und niemand. Ich bin im wahrsten Sinne ‚allein auf weiter Flur‘. Hier ist kein Zaun, kein Kassenhäuschen, nichts. Nur der Wind, die Häuser und ich. An den Spuren sehe ich, dass hier schon ein paar Autos entlanggefahren sind. Ich folge ihnen und finde einen Platz für Laika.

Dann steige ich aus und laufe los. Ein richtiger Weg ist kaum auszumachen. Immer wieder verändert sich die Farbe des Bodens: rostbraun, gelblich, stellenweise fast orange. Mehr als 300 Jahre Erzabbau haben Spuren hinterlassen. Und doch sprießt das erste Grün, holen sich Moose, Flechten und niedrige Pflanzen die Fläche Stück für Stück zurück.

Rostbraun und gelb gefärbter Boden im ehemaligen Bergbaugebiet Storwartz
gefärbte Landschaft

Was heute wie ein sehr gut erhaltener Lost Place aussieht, war bis 1972 noch eine funktionierende Erzmine. Unter meinen Füßen verlaufen kilometerlange Stollen und Schächte. Während ich hier oben allein zwischen den alten Gebäuden herumlaufe, versuche ich mir vorzustellen, wie das Arbeiten hier gewesen sein muss. Männer verschwanden in den Schächten unter der Erde, Erz wurde nach oben gefördert und über das Gelände abtransportiert. Zehn Stunden am Tag, fünf Tage die Woche. Nur einen Monat im Sommer ruhte der Betrieb. Dann gingen viele Arbeiter zurück auf ihre kleinen Höfe, machten Heu und sorgten dafür, dass genug Futter für den nächsten Winter vorhanden war.

Historische Gebäude der ehemaligen Kupferminen von Storwartz

Storwartz ist nur ein Teil des Røros Kobberverk, in dessen Gruben rund 700 Arbeiter beschäftigt waren. Sie haben hier oben in den Baracken gelebt, gegessen und geschlafen. Nur am Wochenende ging es für die Bergleute wieder nach Hause. Ich schaue über die offene Hochebene und stelle mir vor, wie es hier im Herbst oder Winter gewesen sein muss. Schon jetzt kann der Wind ungebremst über das Gelände ziehen. Dazu noch die Kargheit des Geländes und die Enge der Unterkünfte.

Alte Arbeiterbaracken im Bergbaugebiet Storwartz bei Røros
Leben und arbeiten auf engstem Raum

Historisches Wohnhaus für leitende Angestellte im Bergbaugebiet Storwartz
Leitende Angestellte hatten etwas mehr Platz

Was unter Tage aus dem Berg geholt wurde, musste anschließend weiter. Anfangs transportierten Pferde das Erz mit Schlitten Richtung Røros. Später übernahmen Eisenbahn und Seilbahnen einen Teil dieser Arbeit. Von einer solchen Transportseilbahn stehen noch heute die hölzernen Stützen auf der Hochebene. Ab 1920 wurde das Erz bereits hier in Storwartz aufbereitet und anschließend als Konzentrat zur Schmelzhütte gebracht.

Erhaltene Holzstützen der alten Transportseilbahn im Bergbaugebiet Storwartz
alte Transportseilbahn

Auch die Olavsgruva gehört zum Storwartz-Gebiet. Sie war die letzte hier betriebene Grube und wurde erst 1972 geschlossen. Heute kann man dort bei einer Führung unter Tage gehen. Eine Weile überlege ich hin und her, doch dann entscheide ich mich, diesmal darauf zu verzichten. Ich habe leider nicht mehr so viel Zeit und Bergwerke gibt es auch in meiner Heimat reichlich.

Historische Gebäude der Olavsgruva im Bergbaugebiet Storwartz bei Røros
Olavsmine

Landschaft rund um die Olavsgruva bei Røros
Blick von der Olavsmine

Von hier fahre ich weiter nach Røros. Eigentlich folge ich damit demselben Weg wie früher das Kupfererz.

Røros – Bergbaustadt und UNESCO-Welterbe

Dass die Stadt eng mit dem Bergbau verbunden ist, hatte ich gelesen. Wie unmittelbar diese Geschichte bis heute sichtbar ist, überrascht mich trotzdem. Als ich ankomme, kann ich Røros erst gar nicht richtig sehen, denn vor der Stadt liegen riesige dunkle Schlackehalden.

Ich kann das im ersten Moment gar nicht zuordnen. Tagebaue direkt neben Ortschaften kenne ich aus meiner Heimat. Aber eine Stadt, bei der sich die Spuren des Bergbaus so mitten zwischen die Häuser schieben, habe ich bisher noch nicht gesehen.

Blick auf Røros mit den Schlackehalden des ehemaligen Kupferwerks
Røros und die Schlackehalden des ehemaligen Kupferwerks

Von oben wird das besonders deutlich. Hinter den dunklen Halden tauchen die Holzhäuser von Røros auf, mittendrin der weiße Turm der Kirche. Dazwischen stehen noch Gebäude des ehemaligen Kupferwerks. Hier liegen Bergbau und Stadt nicht irgendwo ein paar Kilometer voneinander entfernt. Sie gehören zusammen.

Die Schlackeberge stammen aus der Verhüttung des Kupfererzes, das unter anderem aus Storwartz hierhergebracht wurde. Genau diesen Weg bin ich gerade ebenfalls gefahren.

Ehemaliges Kupferwerk und historische Holzhäuser von Røros

Ich laufe weiter in die Stadt hinein. Direkt neben den Halden oder einfach oben drauf stehen kleine dunkle Holzhäuser, manche mit Gras auf dem Dach. Andere sind gelb, rot oder weiß gestrichen. Schmale Wege führen zwischen ihnen hindurch.

Nach der kargen Hochebene von Storwartz ist das fast ein kleiner Szenenwechsel. Dort oben Wind, alte Gruben und kilometerweit kaum ein Mensch. Hier unten stehen die Häuser dicht beieinander und in den Straßen sind wieder Menschen unterwegs.

Alte Holzhäuser unmittelbar an den Schlackehalden von Røros

Historisches Holzhaus mit Grasdach in der Altstadt von Røros

Historische Holzhäuser in Røros in Norwegen
Historische bunte Holzhäuser in Røros in Norwegen

Ich lasse mich einfach durch die Straßen treiben. Einen richtigen Plan habe ich nicht. Muss ich auch nicht. Das Zentrum ist überschaubar und irgendwann lande ich in der Kjerkgata mit ihren Geschäften und Cafés.

Røros ist hübsch. Sehr sogar. Aber zum Glück nicht so herausgeputzt, dass ich das Gefühl bekomme, durch eine Kulisse zu laufen. In den alten Häusern wird gewohnt, gearbeitet und verkauft. Ich mache einen Abstecher in jeden Laden. Erfahrungsgemäß halten diese Shopping-Phasen bei mir nicht lange an.

Historische bunte Holzhäuser in Røros in Norwegen

Dann stehe ich vor einem Laden, der von außen wie ein vollgestellter Krimskrams-Laden wirkt und vor dessen Tür mich Pippi Langstrumpf anlacht. Und natürlich gehe ich hinein.

Kleiner Pippi-Langstrumpf-Laden in der Altstadt von Røros

Drinnen ist Weihnachten. Zumindest könnte man das glauben bei all den Wichteln, Rentieren und der Weihnachtsdekoration. Aber es gibt auch andere Ecken. Mit Porzellan, Magneten, allerlei Dingen, die niemand braucht und jeder Menge Mitbringsel. Und ich werde fündig.

Pippi-Langstrumpf-Laden mit bunten Figuren und Souvenirs in Røros

Als ich zahlen will, fragt mich die Verkäuferin, wo ich herkomme. „Aus Deutschland“ sage ich. „Ach“ sagt sie „in Deutschland habe ich mal vier Jahre gelebt.“ Ihr Mann sei Diplomat und dafür mussten sie viel reisen. Aber sie ist froh, wieder hier zu sein. Das verstehe ich gut. Denn mir gefällt Røros. „Dann sollten Sie unbedingt mal im Winter herkommen. Dann ist es hier noch viel schöner.“ sagt sie. November oder Dezember seien gut. Oder Januar und Februar. „Und was ist mit März?“ frage ich, denn im Hinterkopf habe ich tief verschneite Straßen, eisige Kälte und gefrorene Nasen. „Lieber nicht.“ sagt sie, „dann ist es viel zu kalt.“

Eine Querstraße weiter sehe ich einen Outlet-Store. Günstige Outdoorkleidung hier in Norwegen? Das muss ich versuchen. Der erste Eindruck ist ziemlich kurios. Alle Angebote liegen in Pappkartons und es heißt wühlen. Vielleicht gibt es das auch anderswo – ich hab das so noch nicht gesehen. Mit mir ist noch ein Pärchen mit Kind aus Deutschland in dem Laden. Ich gebe mich nicht zu erkennen und bekomme so den Prozess der Entscheidung für oder gegen die Jacken und Hosen hautnah mit.

Outlet-Laden in Røros mit Kleidung in Kisten auf langen Tischen

Ich bin erfolgreich und verlasse den Laden mit einer neuen Hose.

Als ich wieder bei Laika ankomme, hat sich klammheimlich ein zweiter Besuch in Røros auf meine Löffelliste geschlichen. Mit Übernachtung in einem dieser alten, schiefen Häuser.

Jutulhogget – Norwegens größte Schlucht

Weiter geht es Richtung Süden. Nach rund 100 Kilometern halte ich Ausschau nach einem geeigneten Übernachtungsplatz. Und wie eine Aufforderung zum Abbiegen lacht mich mal wieder eines dieser braunen Hinweisschilder an.
Also biege ich ab. Und muss mal wieder eine ziemlich steile Auffahrt hinauf. Als ich den Parkplatz erreiche, ist dieser auch ziemlich schräg und die etwas geraderen Stellen sind schon besetzt.
Doch ich sehe einen Pfad, der in den Wald hineinführt. An einer Hinweistafel schaue ich mir noch die verschiedenen Wanderwege an, dann folge ich dem Pfad – und stehe wenig später am Rand von Jutulhogget.
Okay.
Damit habe ich nicht gerechnet.

Blick in die steile Schlucht Jutulhogget in Norwegen

Vor mir öffnet sich eine gewaltige Schlucht. Jutulhogget ist etwa 2,5 Kilometer lang, stellenweise bis zu 240 Meter tief. Noch ist es nicht ganz erforscht, aber sie soll in etwa so entstanden sein: beim Rückzug des skandinavischen Eisschildes staute das verbliebene Eis einen riesigen Schmelzwassersee namens Nedre Glåmsjø. Vor etwa 10.000 Jahren soll der Eisdamm nachgegeben haben und es entleerten sich enorme Wassermengen aus dem See. Neuere Untersuchungen gehen davon aus, dass ein Teil davon mit großer Kraft über die heutige Schlucht schoss und Fels und Gestein mit sich riss.

Zurück am Parkplatz kommt mir ein ziemlich großes Wohnmobil von noch weiter oben entgegen. Okay, denke ich, wenn das dort oben war, schaffen wir das auch. Ich folge der Schotterstraße und erreiche kurze Zeit später eine kleine Parkbucht. Wieder folge ich dem Pfad und erreiche den hinteren Teil Jutulhoggets.

Felswände und Geröll in der Schlucht Jutulhogget

Norwegischer Wald an der Schlucht Jutulhogget

Hier könnte ich sogar übernachten. Schön wäre es. Aber allein ist mir der Platz zu einsam und ich habe auch keine Lust, die Auffahrkeile rauszukramen. Also fahre ich weiter.

Und finde kurze Zeit später einen Platz direkt an der Schnellstraße. Zusammen mit einigen anderen Wohnmobilen.

Rastplatz mit freistehenden Wohnmobilen in Norwegen
Østlund Rasteplass

Friisvegen – über das Ringebufjellet

Für den nächsten Tag habe ich mir nur ein Ziel gesteckt. Eine dieser typisch norwegischen Stabkirchen anschauen. Ringebu liegt am nächsten und ich tippe sie in das Navi ein. Ich mag aber nicht die breiten Straßen fahren, sondern entscheide mich für den Friisvegen.

Die Straße führt zunächst durch Wald. Dann verändert sich die Landschaft langsam. Die Bäume werden niedriger und weniger. Je höher ich komme, desto weiter öffnet sich die Landschaft. Irgendwann gibt es kaum noch Bäume. Moose, Flechten und Gräser bedecken den Boden, dazwischen Steine und Wasser. Vor mir zieht sich die Straße durch eine Landschaft, die mich plötzlich wieder an die Finnmark erinnert.
Dabei bin ich längst weit im Süden.

Der Friisvegen führt über das Ringebufjellet und verbindet Østerdalen mit Gudbrandsdalen. Ihr höchster Punkt liegt auf 1.158 Metern. Mich fasziniert diese Weite. Hier oben ist kaum etwas, hinter dem man verschwinden könnte.

Weite baumlose Landschaft auf dem Ringebufjellet am Friisvegen

Straße durch die Hochebene des Ringebufjellet in Norwegen

die Hochebene des Ringebufjellet in Norwegen

Straße durch die Hochebene des Ringebufjellet in Norwegen

Schließlich führt die Straße wieder bergab und die Häuser werden mehr. Als plötzlich eine Schafmutter mit ihren drei Lämmern ganz selbstvergessen mitten auf der Straße liegt. Ich bremse ab und bleibe kurz darauf stehen. Hinter mir ist niemand und es ist auch kein Gegenverkehr in Sicht. Erst wirkt sie, als denke sie ‚echt jetzt? Kann ich nicht mal ein paar Minuten hier liegen?!‘ Doch nach ein paar Momenten erhebt sie sich schwerfällig und bummelt behäbig und gefolgt von ihren Jungen zum Straßenrand.

Schafe auf der Straße am Friisvegen in Norwegen

Nach der nächsten Kurve kommt mir dann auch noch ein Langläufer in Sommermontur entgegen. Heute bekomme ich ziemlich viel geboten. Obwohl es eigentlich nur ein Fahrtag werden sollte.

Langläufer auf der Straße am Friisvegen in Norwegen
er muss bergauf – vermutlich nicht zum ersten Mal

Die Stabkirche von Ringebu

Und dann bin ich da.

Stabkirche von Ringebu aus dem 13. Jahrhundert in Norwegen

Die Stabkirche von Ringebu wurde um 1220 errichtet und ist eine von nur noch 28 erhaltenen Stabkirchen Norwegens. Ganz mittelalterlich ist ihr heutiges Aussehen allerdings nicht mehr: 1630 wurde die Kirche erheblich umgebaut, ein Jahr später erhielt sie ihren charakteristischen roten Turm. Bei archäologischen Ausgrabungen fand man unter dem heutigen Gebäude sogar Spuren einer noch älteren Kirche aus dem 12. Jahrhundert.

Ringebu Stabkirche mit Friedhof und Bergen im Hintergrund

Ich habe Glück und kann mir das Innere in Ruhe ansehen. Denn als ich wieder herauskomme, hat sich die Situation grundlegend verändert. Inzwischen sind zwei Reisebusse angekommen – ein polnischer und einer aus der Schweiz. Mit den dazugehörenden Passagieren. Und die verstreuen sich jetzt in kleineren und größeren Gruppen auf dem ganzen Gelände.
Manchmal muss man eben einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein.

Gänsemarsch in Skjeberg

Nach Ringebu will ich nur noch Meter machen. ‚Nur schnell an Oslo vorbei‘, denke ich und fahre weiter Richtung Süden.

Und es funktioniert tatsächlich. Kein braunes Schild bringt mich vom Weg ab, kein Museum taucht plötzlich am Straßenrand auf und nichts verlangt danach, von mir noch fix angeschaut zu werden. Die E6 wird vierspurig und es werden immer mehr Fahrzeuge. Hektisch ist es trotzdem nicht. Die Norweger fahren entspannt, halten sich an das Tempolimit und drängeln nicht.

Fahrt auf der E6 Richtung Oslo mit dem Wohnmobil

Schließlich lande ich am Skjeberg Marinesenter.

Der Name lässt es vermuten. Ich bin wieder mal an einer Marina. Nach den vielen Kilometern des Tages ist das hier genau das Richtige. Ich stelle mich auf einen der noch vielen freien Plätze und schnaufe erst mal durch.

Aus dem Augenwinkel sehe ich, wie ein kleines Alkoven-Wohnmobil auf den Platz fährt und ein Stück weiter einparkt. Ein paar Minuten später kommt dann auch schon die Frau auf mich zu. Die beiden stammen – natürlich – aus Sachsen. Sie sind auch unterwegs nach Hause, haben aber noch nicht genau festgelegt, welche Strecke sie fahren.

Um vier Uhr früh am nächsten Tag weckt mich ein Geräusch. Irgendetwas tappst auf Laikas Dach herum. Ich vermute, es ist eine Möwe und schau aus dem Fenster, ob ich etwas erkennen kann. Möwen sehe ich keine. Dafür eine Schar Graugänse, die im Gänsemarsch Richtung Wasser laufen.

Graugänse zwischen Wohnmobilen am Stellplatz der Skjeberg Marina

Danach liegt die Marina wieder ruhig da. Die Sonne steht tief über dem Wasser und taucht den Hafen in warmes Licht. Zum Aufstehen ist es aber noch viel zu früh. Also verdunkle ich alles, lege mich wieder hin und schlafe recht schnell ein.

Sonnenaufgang über dem Hafen der Skjeberg Marina in Norwegen

Karte und Fahrstrecken dieser Tour

Saga Camping – Storwartz: 61 Kilometer
Storwartz – Røros: 11 Kilometer
Røros – Jutulhogget: 99 Kilometer
Jutulhogget – Østlund Rasteplass: 17 Kilometer
Østlund Rasteplass – Ringebu Stabkirche: 88 Kilometer
Ringebu Stabkirche – Skjeberg Marinesenter: 333 Kilometer

Dies ist Teil 12 der Serie „Mit dem Wohnmobil ans Nordkapp“ – weiter geht es in Teil 13 (folgt in Kürze).
Die ganze Serie findest du hier.

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